Arbeitsweise

Ton

In meiner Werkstatt verwende ich hellbrennende und leicht eingefärbte „verunreinigte“ Westerwälder Steinzeugtone. Je nach Bedarf werden unschamottierte oder mit Schamotte versetzte Massen eingesetzt.

Glasur

Die angewandten Glasuren sind Steinzeugglasuren auf der Basis von Feldspat, Quarz und Ton und je nach gewünschter Oberfläche mit Kreide, Wollastonit, Rutil, Dolomit oder Borverbindungen versetzt. Die Farbgestaltung wird durch prozentuale Zugabe verschiedener Farbkörper oder –oxide und durch Übereinander-Glasieren mehrerer Glasuren mittels Spritzen oder Tauchen erzielt. Die meisten Glasuren werden auf den vorgebrannten geschrühten Scherben aufgebracht, wenngleich bei erdfarbenen beige-braunen Oberflächen auch Lehmglasuren auf den rohen ungebrannten Scherben gemalt und gespritzt werden.

Bei den Kleinserien Granit-Schwarz und Granit-Weiß sind nur die Flächen glasiert, welche durch Messer, Gabel oder Löffel beansprucht werden. Bei Schüsseln und Teller nur die Innenseiten oder bei Tassen zusätzlich die Trinkränder, damit ein angenehmes Mundgefühl entsteht. Die übrigen Teilflächen bleiben unglasiert und werden manchmal für Dekor genutzt.

Alle Glasuren sind bleifrei, lebensmittelecht und geeignet für Spülmaschine und Mikrowelle.

Brennen

Vor- oder Schrühbrandtemperatur ist 1000 °C. Der Glatt- oder Glasurbrand wird oxidierend-neutral im Elektroofen bei Ortonkegel 7 durchgeführt, was einer Temperatur von ca. 1240 °C entspricht.